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Das Laden kann natürlich etwas dauern!!

Bogota, Kolumbien - 11. Mai 1999

Ja, heute geht es endlich weiter, nachdem wir nun einen guten Monat unfreiwillig, bei Ruben in Bogota, der Hauptstadt Kolumbiens, verbracht haben. Angefangen hat alles mit den komplizierten Zollformalitäten am Flughafen, wo wir glücklicherweise zwei brasilianische Motorradfahrer deutscher Herkunft kennen lernen. Paolo und Ingo sind bei der Zollabfertigung sehr engagiert und vereinfachen uns durch ihre spanisch-portugiesischen Sprachkenntnisse diese zweitägige Prozedur ungemein. Sie laden uns zu Ruben, dem Besitzer eines Outdoorladens ein, der vor kurzem, ebenso wie Paolo und Ingo mit dem Motorrad in Feuerland war. Am nächsten Tag besuchen wir sie und sehen uns in Rubens Laden Montana einen Diavortrag über seine Reise nach Tierra del Fuego, unserem fernen Ziel, an. Spontan lädt er uns zu sich ein, er wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass wir etwas länger bleiben mussten.
Am Wochenende unternehmen wir gemeinsam mit einigen Motorradfahrern einen Ausflug nach Villa de Leyva. Auf dieser schönen Tour springt der Kilometerzähler von Ralfs Ténéré wieder auf "Null", eine gute Leistung. Leider kracht es im Motor meiner Ténéré. Zum Glück auf dem Rückweg und kurz vor Rubens Haus. Wir lassen das Motorrad über Nacht bei einem Freund stehen und kümmern uns am nächsten Morgen um das Problem. Beim Yamaha Händler öffnen sie den Motor und es stellt sich heraus, dass die Hauptgetriebewelle "einfach" durchgebrochen ist. Alle Beteiligten staunen nicht schlecht als sie das sehen.
Ersatzteile gibt es in Kolumbien nicht, dafür will man uns welche drehen, was aber letztendlich fast genau so teuer gewesen wäre wie die Ersatzteile aus Deutschland zu ordern. Unser Freund Dirk Erker (Do It) besorgt die Teile und schickt sie mit DHL unverzüglich nach Bogota. Natürlich gab er einen geringeren Wert an, damit wir nicht so viel Einfuhrzoll, immerhin 30%, zahlen müssen. Es waren nun 3 Wochen vergangen in denen wir uns an die Höhe von 2.600 m und das ruhige Leben in Rubens Haus gewöhnt haben.
Meine Ténéré sollte nun endlich fertig sein, wie versprochen müssen wir nichts, außer dem neuen Ölfilter, bei Incolmotos, bezahlen. Ein wirklich zuvorkommender und nicht selbstverständlicher Kundenservice von Yamaha für 13 Jahre alte Ténérés.
So haben wir, durch dieses Missgeschick, enorme positive Erfahrungen in Bogota sammeln dürfen, die wir niemals vergessen werden! Rubens Haus stand uns die ganzen 4 Wochen zur freien Verfügung, wo erlebt man so etwas schon noch? Der Abschied fällt nach dem gemeinsamen Essen mit Rubens Eltern zum Muttertag besonders schwer, aber Feuerland ruft uns .