Informationen
Panamericana
Es ist wohl schwer möglich immer zur besten Jahreszeit bei einer solchen Reise unterwegs zu sein.
Beim Planen der Reise haben wir in weiser Voraussicht 18 Monate gewählt, damit wir sind wir den kalten Monaten in Nord- bzw. Südamerika aus dem Weg gegangen.
Allerdings lässt es sich nicht immer so einrichten.
Wir haben die einfache Art gewählt und sind geflogen.
Kosten pro Flug und Person ca. € 500 (DM 1.000).
Die Motorräder sind von Düsseldorf nach Anchorage mit dem Flugzeug transportiert worden. Dazu wählten wir eine Holzpalette, auf der beide Ténérés Platz hatten. Um Geld zu sparen wurde das Volumengewicht verkleinert, indem wir Vorderrad und Lenker ausgebaut haben.
Kosten ca. € 1.500 (DM 3.000) für beide Motorräder.
Von Buenos Aires nach Hamburg haben wir uns für die Seefracht mit Hamburg-Sued entschieden.
Kosten ca. € 750 (DM 1.500) für beide Motorräder im Januar 2000.
Flug pro Person: Buenos Aires - Düsseldorf ca. € 650 (DM 1.300).


Motorradverschiffung: Buenos Aires - Hamburg

Also, wir haben mit Hamburg-Sued verschifft und ca. US $ 750 für 2 Motorräder im Januar 2000 bezahlt.
Freunde von uns 10 Monate vorher (April 1999) nur die Hälfte!!!!!!
Alles war absolut komplikationslos und alleine zu erledigen!!!!!
Wir benötigten keine beglaubigten Fotokopien für den Zoll, nur alles selber erledigen. Mit frühem Start und Glück, ist die Verzollung und die Abgabe im Hafen an 1 Tag zu erledigen!

Ihr benötigt:
1 Kopie des Flugtickets und
Sämtliche Seiten!!!!!!! des Reisepasses (1 mal)!!!!!!!!!!
1 Kopie der Motorradpapiere
Zollformular der temporären Einfuhr (habt Ihr bei der Einreise bekommen - hoffentlich)
Bestätigung der Buchung (Hamburg-Sued)

Damit müsst Ihr zur:
EMBA
Est. Maritima B.A.
Terminal 3

Anschließend mit den Motorrädern zum:
Terminal Portuaria Exolgan

Unser Ansprechpartner in Buenos Aires war:
Hamburg-Sued (Spedition)
Federico Boettner (Deutschsprechender Argentinier)
Florida 537/71 (Strasse in der Einkaufspassage im Zentrum)
Piso 20 (20.er Stock)

Federico war sehr hilfsbereit und hat uns alles erklärt und Kopien von den Stadtteilen mitgegeben, die wir zur Zollabfertigung benötigten.
Mit der Metro kommt Ihr in B.A. gut und schnell vorwärts.

Die Motorräder kamen nach ca. 4 Wochen in Deutschland an.
Spiegel abschrauben empfehlenswert, denn es wird nicht zimperlich mit dem Transportgut umgegangen.
Lass keine wertvollen Teile in den Koffern oder Taschen, unsere Taschen wurden alle durchsucht, doch wir hatten nur alte oder sperrige wertlose Teile am Motorrad gelassen.
Wir hätten noch ein preiswertes Hotel im Stadtteil San Telmo:

Hotel Varela
Estados Unidos 342
San Telmo
Buenos Aires

Es kostet US $ 12 für 2 Personen und pro Moto US $ 2,50 pro Nacht in der Garage.
Wir haben kein besseres Preis-Leistungsverhältnis gefunden, außerdem ist San Telmo schön.

300 KM südlich von B.A., in AZUL, gibt es einen Motorradclub, der Euch herzlich empfängt und stolz ist Besuch von Motorradreisenden zu erhalten.

La Posta Del Viajero En Moto
Jorge
Mendoza 685
7300 Azul

Jorge ist suuuuperlieb und freut sich auf Euch!
Natürlich benötigt man einen Reisepass, der noch lange gültig ist und jede Menge Platz für Stempel hat.
Wir haben einen internationalen Fahrzeugschein sowie internationalen Führerschein mitgenommen, da diese Papiere bei Verlust leichter zu ersetzen sind.
Ein internationaler Impfpass ist auch Pflicht.
Ein Carnet des Passages haben wir auf der ganzen Reise nicht benötigt.
Es kann allerdings bei einer Einreise, die nicht über den Landweg erfolgt, hin und wieder verlangt werden.
Die Motorräder wurden meist in unsere Reisepässe eingetragen.
In Mexico ist eine Kreditkarte äußerst empfehlenswert, da die Einreise sonst erheblich erschwert und teurer wird.
An den Grenzen sind wir meistens am Vormittag aufgetaucht und hatten somit immer genügend Zeit für die oftmals zeitraubenden Formalitäten, außerdem sollte man Sonn- und Feiertage meiden, da evtl. ein Zuschlag bezahlt werden muss.
Polio-, Tetanus- sowie Diphtherieimpfungen sollten auch daheim Standard sein.
Zusätzlich empfehlenswert sind Hepatitis A und B sowie Gelbfieber.
Bei Malaria scheiden sich die Geister!
Einige nehmen Prophylaxe die anderen führen Stand-by Medikamente mit sich.
Wir haben uns gegen eine Prophylaxe entschieden und darauf geachtet uns vor den Moskitostichen zu schützen.
Detaillierte Auskünfte erteilt jedes Tropeninstitut.
Wir sind jedoch der Meinung, dass die Ärzte in den betroffenen Regionen besser über Malaria informiert sind und auch gut helfen können.
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Yamaha XT 600 Ténéré.
Wir haben bewusst die gleichen Motorräder gewählt und uns für die gute alte Ténéré aus dem Jahre 1986, entschieden, die Ralf schon ohne Probleme nach Indien gebracht hatte.
Beide Maschinen waren zu Beginn der Reise also nicht gerade neu (70.000 KM & 40.000 KM) und waren nur wenig modifiziert.
Sie sind allerdings gründlich überholt worden.
Unterwegs hatten wir folgende Probleme:

Ténéré Ralf: Lichtmaschine komplett defekt, Regler defekt, Kupplungszug gerissen, Lenkkopflager verschlissen, Tank mehrfach undicht, Federbeinbolzen gebrochen, Gepäckträger gebrochen, Zündkabel porös und defekt, Sicherung defekt ...

Ténéré Eva: Hauptgetriebewelle gebrochen, Kupplung verschlissen, Loch im Motorblock durch Umfaller, Tank mehrfach undicht, Federbeinbolzen gebrochen, Gepäckträger gebrochen, Zündkabel porös, Sicherung defekt ...

Dazu natürlich diverse Platten und Speichenbrüche.

Austattung:
Unsere Ténérés wurden mit Tankrucksack, Satteltaschen und Gepäckrollen beladen.
Einige Ersatzteile, wie Züge haben wir an beiden Maschinen parallel verlegt!!
So sind sie immer dabei und können schnell gewechselt werden!!
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Wenn Ihr auf den Button Klickt, erfahrt Ihr die Adressen der Händler, mit denen wir Kontakt hatten!
Dort gibt es evtl. Reifen, Ersatzteile, etc.
Benzin war eigentlich nie ein Problem, allerdings sollte man nicht die vollen Reserven ausnutzen und stattdessen öfter tanken und Pause machen.
Niedrig-(70)Oktan-Benzin bekamen wir in Bolivien und Peru, doch die Motorräder verkrafteten dies problemlos.
Ab einer Höhe von 3.000 m ü.N. mussten wir unsere Vergaser umstellen und setzten dazu die Düsennadel herunter, damit das Gemisch wieder stimmte.
In Brasilien besteht das Benzin zu einem hohen Anteil aus Alkohol, dementsprechend hatten wir Probleme mit unseren Benzinfiltern, die sich einfach auflösten, doch im Land gibt es alkoholresistente Filter.
Evtl. kann es auch Probleme mit Kunststoff- bzw. Kevlartanks geben.
Wir haben uns fast immer von dem landestypischen Essen ernährt, das spart Geld und schmeckt meist gut, zudem kommt man so mit den Einheimischen in Kontakt.
Unser Körper hat sich mit der Zeit an die ungewohnten Bakterien gewöhnt.
In den Hauptstädten haben wir uns hin und wieder mal eine Portion "American way of life" gegönnt.
Wasser ist ein empfindliches Grundnahrungsmittel, wir haben die Bevölkerung gefragt und meistens das getrunken was sie uns empfohlen hatten.
In der Regel tranken wir "Kranenburger" oder "Brunnenquelle" ohne Zusätze.
Im Zweifelsfall haben das Wasser mit Zusätzen genießbar gemacht, oder abgepacktes Wasser gekauft.
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Unser Zuhause war der Schlafsack und das Zelt!
Durch das Zelt waren wir absolut unabhängig und konnten dort übernachten wo es uns gefiel.
Bei der Auswahl des Hotels ist in erster Linie ein sicherer Platz für das Motorrad ausschlaggebend.
Oftmals im Hof, in der Küche, im Wohnzimmer, im Laden, Garten etc..
Ab Mexico sind günstige Hotels, Pensionen oder Privatunterkünfte keine Seltenheit.
Bitte auch Button Mittelamerika oder Südamerika anklicken, dort gibt es Adressen zu den Unterkünften!
Um unabhängig zu sein haben wir alle 3 Möglichkeiten der Geldformen gewählt:
- Kreditkarte (Mastercard und Visacard sind weltweit am häufigsten vertreten und akzeptiert)
- Travellercheques (US $)
- und natürlich Bargeld (US $ und Währung vor Ort)

Auf der ganzen Reise haben wir durchschnittlich DM 2.500 (€ 1.300) für 2 Personen im Monat ausgegeben.
Dazu gehören alle anfallenden Kosten, die für diese 18 Monate nötig waren.
Incl. Ersatzteile, Unterkunft, An- und Abreise und Transport der Motorräder, etc. !

Wir haben echt sparsam gelebt, aber nicht jeden Pfenning umgedreht!!
Wir hatten äußerst selten das Gefühl uns nicht sicher zu fühlen, haben aber auch nicht mit dem Geld herumgeprotzt.
Als Motorradfahrer hat man direkten und unbefangenen Kontakt zur Bevölkerung.
Man sieht sowieso nicht so reich aus und ist oftmals etwas verdreckt.
Dennoch immer die anderen Reisenden nach dem aktuellen Stand fragen.
In Brasilien erlebten wir äußerst unangenehme und korrupte Polizisten, die schnelles Geld machen wollten und empfanden dies auf der Reise als unangenehmste Situation.
Diebe und Kleingauner finden sich überall auf der Welt - auch in Deiner Heimat!
In Nordamerika ist natürlich Englisch Pflicht, jeder der weiter südlich reisen möchte, sollte sich mit Spanisch auseinandersetzen
(Ausnahme: Brasilien: Portugiesisch; Belize: Englisch)
Es gibt allerdings auch Reisende, die nahezu ohne große Sprachkenntnisse auskommen und trotzdem guten Kontakt zu Menschen in aller Welt haben.
Schließlich ist Sprache nicht die einzige Art der Kommunikation! Erleichtert sie aber ungemein.
Die Verständigung zu anderen Reisenden oder in die Heimat erfolgte zum größten Teil übers Internet.
Internetcafés findet man in jeder großen Stadt, bzw. touristisch frequentierten Orten.
Bitte auch Button anklicken !
NORDAMERIKA
Wir empfehlen Bücher aus dem "Reise Know How Verlag".

LATEINAMERIKA
"Mexico and Centralamerica"- Handbook,
"Southamerican"- Handbook

Diese beiden Reiseführer aus dem Footprint-Verlag empfanden wir als die mit Abstand die besten und aktuellsten Reiseführer der Region, da sie
jährlich neu aufgelegt werden.
Sie sind auch für Motorradfahrer mit wichtigen Informationen bestückt.
In Nordamerika erhält man als ADAC Mitglied kostenlos sehr gute Karten beim amerikanischen Automobilclub AAA.
Es empfiehlt sich für Mittelamerika und Südamerika Karten aus der Heimat bzw. Nordamerika mitzubringen, denn oftmals erhält man Straßenkarten nur in der Hauptstadt, bzw. in Großstädten oder garnicht!
Wenn welche zu erhalten sind, dann oftmals auch noch in schlechter und veralteter Qualität!
Ausnahme:
Argentinien: Autoatlas vom ACA (Automobilclub Argentinien)
Brasilien: Autoatlas "Guia Estradas" von Quatro Rodas
Chile: Autoatlas "Guia Rutera Entel" von Entel (Chilenische Telefongesellschaft)
Bitte Button anklicken, dann gelangt Ihr zur Ausrüstungsliste.
Wir möchten lediglich eine Hilfestellung bei der Planung einer Motorradreise geben und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit!!